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UNSERE REISEROUTE

Unsere Route sollte ein paar Ziele beinhalten die wir schon von früheren Roadtrips kannten sowie auch neue Eindrücke und Destinationen bieten. Wir entschieden uns für den zwar weiter entfernteren aber unserer Meinung nach eindrucksvolleren Westen der USA und ich begann mit der Planung unserer Route. Es war von Anfang an klar, dass wir unseren Trip komplett auf Hanna abstimmen werden. Wir fahren wann Zwutschgie schläft, wir planen überall mehr Zeit ein als wir es sonst getan hätten und werden alles ganz, ganz langsam angehen. Unsere Reiseroute im Überblick:

 

Unser erster Roadtrip als Familie

Im Herbst 2016 sollte es für uns endlich und erstmalig als Familie soweit sein: Unser erster Urlaub zu dritt stand vor der Tür. Und wo soll's eigentlich hingehen? Schnell war klar: Besser irgendwo hin wo wir uns schon gut auskennen, da wo auch Grundvoraussetzungen erfüllt sind wie medizinische Versorgung, irgendwo wo wir überall das ganze Babyzeug's kaufen können wie Pampers, Feuchttücher usw. Für uns war es schnell entschieden: Es soll wieder in die USA gehen.

Nachdem das Ziel nun also festgelegt war überlegten wir aber dennoch lange hin und her und wurden uns immer wieder unsicher ob das denn wirklich eine gute Idee war mit einem 7 monatigem Baby nicht nur eine Fernreise- nein sogar einen Roadtrip anzutreten. Doch eines schon vorweg- es war nicht nur akzeptabel, es war sogar unser bester Urlaub bisher überhaupt!

 

Mein Koffer ist zu klein

Bei einen so langen Urlaub wie den unsrigen stellt sich schnell die Frage: Hat Knirps denn überhaupt genug Kleidung für 4 Wochen? Oder müssen wir irgendwann mal alles durchwaschen? Und wenn ja, wo? Bodies, Hosen, Socken, Strumpfhosen, T-Shirts, Jacken, Pullover Mützen,... alles muss mit. Denn wettertechnisch konnten wir alles mal erwarten: Von warm und heiß bis kalt und sogar frostig. Sonne, Regen und Schnee- es wird alles mal dabei sein. Glaubt mir, man weis erst was man alles nicht hat, wenn man für einen so langen Urlaub packen muss ;)

Als ich also dran war Hannas Koffer zu packen dachte ich mir einfach nur "Wiiiie um alles in der Welt soll ich das nur alles da rein bekommen?" Wie kann ein so kleiner Mensch nur so viel Gepäck haben... Ich war dran schier zu verzweifeln und es beanspruchte Stunden des Grübelns und des Experimentierens alles in den Koffer zu bekommen, aber voller Stolz darf ich euch mitteilen, ich hab es geschafft! Also bloß nicht verzweifeln- mit ein paar Einpack-Hacks schafft man das irgendwann ;)

Da ich noch stillte war das Einpacken von Hannas Nahrung nicht sehr problematisch ;) Dadurch fielen also auch nochmal ein paar Utensilien zum Mitnehmen weg- ist also auch oder vor allem bei Reisen wahnsinnig praktisch! Nix mit Fläschchen aufwärmen und Thermoskannen-Geschleppe, denn als ihre ganz persönliche Milchschnitte konnte Hanna immer direkt von der Milchbar trinken. Ich nahm für den Notfall zusätzlich eine Handmilchpumpe mit, falls wir mal wo wären wo ich nicht stillen wollte oder konnte sollte dies die praktische Lösung sein. Abpumpen und Fläschchen- Tadaa, Fertig. Stilleinlagen, Still BHs und praktische Oberteile sind für jede Stillmami wohl nicht erwähnenswert.

Nur noch 1 Mal schlafen

Da wir nicht alle Anstrengungen geballt an einem Tag haben wollten, haben wir die Fahrt nach München bereits am 27.10. erledigt. Wir übernachteten eine Nacht im Flughafenhotel Hilton und hatten vor am nächsten Tag ausgeruht den Check-in, die Sicherheitskontrolle sowie den Abflug anzutreten. Pffffff... denkste. Tja, welche Familie kennt das nicht: Egal wo du bist, dein Kind schafft es immer wieder durch etwas unvorhergesehenes alle Pläne schnurstracks zunichte zu machen. So auch bei uns...

Und sobald du glaubst du hast die Antwort, ändert das Leben die Frage...

Wir fuhren gegen Abend in Seefeld los und waren erleichtert und höchst motiviert, dass es nach monatelanger Planung endlich losging. Noch nicht mal in München angekommen fing Hanna aber plötzlich bitterlich zu weinen an. Zuerst dachten wir, dass es vielleicht die Aufregung wäre- schlaue Muttis trichtern einem oft genug ein, dass Kinder jeden Umschwung der elterlichen Gefühlslage spüren und auf sich übertragen. Egal was wir versuchten, Hanna schrie und schrie. Irgendwann war sie so heißer, dass nur noch eine Art Krächzen rauskam. Mein Herz blutete... Man sah ihr an, dass sie so müde war, dass sie sich zwingen musste wach zu bleiben. Sie nickte sogar immer wieder während dem Schreien ein, krümmte und streckte sich. Sofort war die Reiseapotheke griffbereit: Kümmelzäpfchen und Bäuchleinöl, bisschen Buddhasitz und sanfte Bauchmassage. Doch nichts. Egal was wir auch versuchten, es half nichts. Hinzu kam auch noch, dass sie nichts mehr trinken wollte. Das Schreien ging von ca. 19°° Uhr bis 3°° Uhr morgens. Und das war definitiv nicht mehr normal. Irgendetwas stimmte nicht und wir machten uns beide große Sorgen und unsere Nerven lagen nun schon vor Abflug blank. Wir beschlossen in die Kinderklinik zu fahren, abzuklären was genau so plagte, und ein ärztliches Attest für die Reiserücktrittsversicherung zu besorgen, da der Urlaub nun ja offensichtlich ins Wasser zu fallen drohte. Ich fuhr also via Taxi mit Hanna in der Emei-baby Trage eingeknuddelt in die (Kinder-) Klinik in Schwabing. Wolfgang sollte in der Zwischenzeit schlafen, dass er wenigstens einer von uns ein bisschen Schlaf abbekommen würde um für die Heimreise halbwegs fit zu sein.

Und dann kam doch noch alles anders

Ich glaubte es nicht. Nach einer Stunde, einem Einlauf und 2 randvollen Windeln später war den Ärzten sei Dank alles wieder gut und der Zwerg nickte friedlich auf meiner Brust ein während wir mit dem Taxi wieder zurück zum Hotel fuhren. Es war fast halb 5 °° Uhr morgens und ich hatte noch keine Sekunde geschlafen. Der Flug ging um 10°° und um 08°° mussten wir beim Check-in Schalter sein, da der Online Check-in nicht funktionierte. Im Hotel angekommen fiel ich müde und erleichtert ins Bett. Immerhin: Wir konnten fliegen und in 3 Stunden ging's auch schon los....

 

Buttercups erster Flug

Nach der schlaflosen Nacht ging es müde aber trotzdem hochmotiviert zum British Airways Schalter. Dort kam die nächste (für uns) Hiobs Botschaft: Unser Buggy musste als Sperrgepäck aufgegeben werden, wir konnten ihn also nicht wie auf der British Airways Homepage beschrieben mit in die Kabine nehmen und praktischerweise noch am Flughafen nutzen, denn unser Billigbuggy erfüllte das Kriterium nicht, dass er sich in 2 Einzelteile zerlegen lässt. Aha. Wieder schlauer geworden. Also als Sperrgepäck aufgeben. Ob das gut geht? Schließlich hat der keine 70,00 € gekostet...

Doch warum sich dadurch die Laune verderben. Letztendlich war es nicht so schlimm, denn schließlich gibt es am Flughafen Leih-Buggys die man gratis nutzen kann, sie sind zwar wahnsinnig ungemütlich aber notfalls tun es die natürlich auch.

Uns fiel schon am Flughafen auf wie unglaublich freundlich alle zu Familien waren. Ehrlich, das Fliegen war mit Baby 1000 Mal besser und fröhlicher als als Pärchen! Man glaubt es nicht, aber man wird in so vielen Dingen bevorzugt, aber dazu später mehr. Dadurch, dass ja auch Hanna nicht wirklich viel Schlaf abbekommen hatte kam es uns sehr gelegen, dass sie fast den ganzen Flug durchschlief. Kleine Auszeit für Mami und Papi, die unbeschreiblich dankbar für diesen Umstand waren ;)

Näheres zu Buttercups ersten Flug könnt ihr HIER nachlesen.

Die Einreise

Die Einreise dauerte wie gewöhnlich fast 45 Minuten. Aber auch hier wurden wir als Familie bevorzugt indem neue Lines für uns geöffnet wurden. Die Kontrolle durch die Border Control verlief problemlos.

Übrigens hat es unser (Sperrgepäck-)Buggy wirklich nicht überstanden ^^. Es fehlte wirklich ein Rad. Nachdem wir die Airline am Gepäcksverlustschalter darüber in Kenntnis setzten erhielten wir den Kaufbetrag und ein bisschen Entschädigung von British Airways in Form von Kreditkartenguthaben zurück. Für uns war das aber nicht besonders schlimm, denn wir hatten nach langem überlegen nur einen Billigbuggy gekauft um vorsichtshalber einen dabei zu haben, wenn was wäre. Wir wussten ja schon von Zuhause, dass Hanna sowieso ein Vollblut-Tragebaby war, ihr kam also die Buggy-Misere wahrscheinlich sehr gelegen ;) Achja, gut zu wissen: Nach Verbrauch des Guthabens konnte die British Airways Kreditkarte übrigens einfach irgendwo entsorgt werden, ist also nicht mal ein Trick eine Kreditkarte aufzuzwingen ;)

 

 

weiter geht's ein ander Mal ;)